
Im Jahr 2008 haben die Tierheime der Schweizer Tierschutzvereine hochgerechnet über 21'000 Tiere aufgenommen. Das entspricht einer Zunahme von knapp 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr (18'800 Tiere). Auch bei den den Vereinen gemeldeten Tierschutzfällen ist eine Zunahme um 1’000 Fälle zu verzeichnen – das sind 20 Prozent mehr als im 2007. Damit diese Fälle endlich abnehmen, fordert der Schweizer Tierschutz STS empfindliche Strafen für Tierquäler – und in jedem Kanton einen unabhängigen Tierschutzanwalt, der die Interessen der gequälten Tiere vertritt.
9’950 Katzen, 3’500 Hunde sowie 7’590 andere Tiere wie Ratten, Meerschweinchen, Kaninchen, Fische, Exoten sowie Nutz- und Wildtiere wurden von den Tierheimen der in der Schweiz tätigen Tierschutzvereinen im Jahr 2008 aufgenommen. Diese Zahlen ergeben sich aus einer Hochrechnung, der die Datensätze von 44 Sektionen des Schweizer Tierschutz STS zugrunde liegen (total 16'831 gezählte Tieraufnahmen). Gegenüber der Hochrechnung 2007 ergibt sich bei den Tieraufnahmen eine Steigerung von knapp 12 Prozent. Gegenüber 2002, als erstmals eine solche Erhebung durchgeführt wurde, haben die Aufnahmen gar um 112 Prozent zugenommen. Der STS führt diese erheblichen Zunahmen primär darauf zurück, dass die Heim- und Hobbytierhaltung in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat – mittlerweile schätzt man, dass in der Schweiz gegen eine Million Heimtierhalter um 7 Millionen Heimtiere halten – und Tiere oft überstürzt und unüberlegt (Kosten, Arbeitsaufwand) gekauft werden.
Auch bei den den Tierschutzvereinen von besorgten Bürgern gemeldeten Tierschutzfällen ist eine deutliche Zunahme zu verzeichnen: 31 STS-Sektionen registrierten 3’675 Fälle, was hochgerechnet auf die ganze Schweiz rund 6100 Tierschutzfällen entspricht. Das sind 1’000 Fälle oder 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Grossteil der den Sektionen gemeldeten Fälle betrifft Hunde- und Katzenschicksale, während Nutztierfälle zunehmend der Zentrale des Schweizer Tierschutz STS in Basel gemeldet werden. Der STS führt diese Zunahme an Tierschutz-Meldungen darauf zurück, dass die Bevölkerung heute schlechte Tierhaltungen und Tiervernachlässigungen nicht mehr als Kavaliersdelikte ansieht und nicht mehr wegschaut.
Leider hat sich auch im Jahr 2008 die Erfahrung bestätigt, die die Sektionen des STS schon in vergangenen Jahren machen mussten: Bei weitem nicht immer gehen die zuständigen Behörden den ihnen gemeldeten (Heim)Tierschutzdelikten mit der gebotenen Entschlossenheit nach: Ermittlungen verlaufen schleppend, Kontrollen durch die Behörden finden oft nach vorgängiger Anmeldung statt, so dass die Angeschuldigten die beklagten Missstände rechtzeitig beheben können. Wenn es überhaupt zu einer Anzeige kommt, erhalten die involvierten STS-Sektionen in der Regel keine Auskünfte über den Stand des Verfahrens.
Diese für die Tierschützer frustrierenden Erfahrungen haben sich auch im Jahr 2008 fortgesetzt, obwohl in diesem Jahr das neue Tierschutzgesetz in Kraft getreten ist. So meldete der Tierschutzverein Schwyz einen Fall, in dem ein Hobby-Hundezüchter auf seinem Balkon 16 Hunde vernachlässigt, unterernährt und tierschutzwidrig hielt. Nach der Anzeige erliess das kantonale Veterinäramt zwar eine Verfügung, doch der Mann kann weiterhin 4 Hunde halten. Im Kanton Uri liess ein Tierhalter seine beiden Wellensittiche im Winter ungeschützt und ohne Futter draussen, so dass ein Tier erfror und das andere stark abgemagert war. Der Tierhalter blieb straffrei. Im Kanton Freiburg hielt ein Alkoholiker Hühner, Enten, Tauben, Schafe und Katzen seit vielen Jahren tierschutzwidrig. Bei einem Hausbesuch wurden mehrere tote Tiere gefunden. Trotz ständiger Mahnungen des Tierschutzvereins erliess die Behörde kein Tierhalterverbot. Im Kanton Zug liess ein Tierhalter während der zweiwöchigen Ferien seine fünf Hunde unbeaufsichtigt im Haus. Als der Tierschutzverein gerufen wurde, waren drei Hunde bereits verhungert. In Schaffhausen wurden Meerschweinchen und Kaninchen in einer Kiste ausgesetzt. Im Kanton Aargau traf der Tierschutzverein auf einen Schäferhund, der ständig an einer ein Meter kurzen Leine befestigt war und dessen Platz völlig verschlammt war. Das Tier hatte einen grossen Tumor an den Vorderbeinen, wurde aber nicht tierärztlich behandelt. Es musste eingeschläfert werden.
Nicht zuletzt solche Beispiele – die Liste liesse sich fast beliebig verlängern – sind es, die den Schweizer Tierschutz STS zur Lancierung der Tierschutzanwalt-Initiative bewogen haben, über welche die Schweizer Bevölkerung am 7. März abstimmt. Nur ein unabhängiger Tierschutzanwalt kann die Interessen von gequälten und vernachlässigten Tieren im Strafverfahren richtig vertreten und dafür sorgen, dass Behörden, die bisher durch Untätigkeit glänzten, ihren Pflichten nachkommen.
Der Schweizer Tierschutz STS und seine 70 angeschlossenen Sektionen verschicken jährlich mehrere zehntausend Merkblätter und Broschüren zur tiergerechten Haltung. Dazu kommen hunderttausende von Beratungstelefonen und -mails. Der STS unterhält sechs Fach- und Beratungsstellen (Heim-, Wild-, Nutztiere, Tierversuche, Tiertransporte und Schlachten, tierärztliche Beratung) und führt jedes Jahr mehrere Workshops, Kurse und Tagungen zur tiergerechten Haltung durch. Er teilt die Auffassung des Bundesrates, dass Information und Prävention wichtige Pfeiler für die richtige Haltung von Tieren sind. Doch braucht es vom Staat statt teurer Präventionskampagnen, welche jene, die es nötig hätten, meistens ohnehin nicht erreichen, in erster Linie die konsequente Durchsetzung des geltenden Rechts, damit die schlimmen Missstände in der Tierhaltung endlich ein Ende haben. Dazu gehört, dass Tierquäler empfindliche Strafen fürchten müssen.
Délits relevant de la protection animale: toujours plus nombreux en Suisse
En 2008, les refuges de la Protection Suisse des Animaux (PSA) ont accueilli plus de 21'000 animaux (chiffre extrapolé). Ce chiffre équivaut à une augmentation de près de 12 % des admissions d’animaux par rapport à l’année précédente (18'800). Pour les délits de protection animale annoncés aux associations, on constate également un bond de 1’000 cas, soit 20 % de plus qu’en 2007. Pour qu’un recul se marque enfin à ce niveau, la Protection Suisse des Animaux PSA exige des peines tout sauf insignifiantes pour les coupables de cruautés envers les animaux et, dans chaque canton, un avocat indépendant de la protection des animaux défendant les intérêts des lésés.
9’950 chats, 3’500 chiens et 7’590 autres animaux comme des rats, des cochons d’Inde, des lapins, des poissons et des animaux exotiques, ainsi que des animaux de rente et sauvages, ont été accueillis en 2008 dans les refuges des associations de protection animale actives en Suisse. Ces chiffres sont le fruit d’une extrapolation sous-tendue par les lots de données de 44 sections de la Protection Suisse des Animaux PSA (16'831 animaux admis au total). Comparé à l’extrapolation de 2007, cela équivaut à 12 % d’accueils de plus environ. Par rapport à 2002, année du premier recensement de ce genre, les admissions ont même progressé de 112 %. La PSA explique ces hausses considérables avant tout par le fait que la détention d’animaux de compagnie et de hobby a beaucoup progressé ces dernières années – on estime aujourd’hui que, dans notre pays, près d’un million de détenteurs gardent 7 millions d’animaux de compagnie souvent acquis à la hâte et sans réfléchir (coûts, charge de travail).
On note aussi un bond des infractions de protection animale annoncées aux associations spécialisées par des citoyens préoccupés: 31 sections de la PSA enregistrent 3’675 cas, ce qui, extrapolé à la Suisse entière, donne près de 6’100 cas relevant de la protection des animaux, soit 1’000 cas - ou 20 % - de plus que l’année précédente. La majorité des cas annoncés aux sections concerne le sort de chiens et de chats alors que les cas liés à des animaux de rente sont toujours plus fréquemment communiqués à la centrale bâloise de la Protection Suisse des Animaux PSA. Celle-ci explique la recrudescence de ces annonces par le fait que la population ne voit plus aujourd’hui les détentions animales offrant des conditions inadéquates et le manque de soin apporté à des animaux comme des peccadilles et ne ferme plus les yeux sur ces réalités.
Malheureusement, l'expérience que les sections de la PSA ont dû faire ces années passées déjà a été confirmée en 2008: les autorités responsables ne suivent de loin pas toujours avec toute la résolution voulue les délits de protection animale (animaux de compagnie) qui leur sont annoncés. Les enquêtes traînent en longueur, les contrôles des autorités ne se font souvent pas à l’improviste si bien que les accusés ont le temps de corriger les anomalies à l’origine des réclamations. Si une plainte est effectivement déposée, les sections de la PSA impliquées ne reçoivent en règle générale pas d’informations sur l’état de la procédure.
Ces expériences frustrantes pour les protecteurs des animaux ont continué en 2008 même si la nouvelle loi sur la protection des animaux est entrée en force cette année-là. Ainsi la société protectrice des animaux de Schwyz a-t-elle annoncé le cas d’un éleveur canin par hobby négligeant 16 chiens, gardés sur son balcon, sous-alimentés et détenus en violation des dispositions de la protection animale. Après la plainte, l’office vétérinaire cantonal a certes promulgué une ordonnance pénale mais l’homme a toujours le droit d’élever 4 chiens. Dans le canton d’Uri, un détenteur a laissé ses deux perruches à l’extérieur pendant l’hiver, sans protection ni nourriture; l’une est morte de froid et l’autre a fortement maigri. Le détenteur n’a pas été puni. Depuis de nombreuses années, dans le canton de Fribourg, un alcoolique détient des poules, des canards, des pigeons, des moutons et des chats en contrevenant aux dispositions de la protection animale. On trouve plusieurs animaux morts lors d’une perquisition à son domicile. Malgré des sommations répétées de la société protectrice, l’autorité n’a pas interdit à cette personne de détenir des animaux. Dans le canton de Zoug, un détenteur a laissé chez lui ses 5 chiens sans surveillance pendant ses deux semaines de vacances. Lorsque la société protectrice des animaux est alertée, trois chiens sont déjà morts de faim. A Schaffhouse, des cochons d’Inde et des lapins sont abandonnés dans une caisse. Dans le canton d’Argovie, la société protectrice tombe sur un chien de berger en permanence attaché à une laisse d’un mètre de long et dont la place est totalement recouverte de boue. L’animal avait une grosse tumeur sur les membres antérieurs mais n’était pas traité par un vétérinaire. Il a fallu l’endormir.
C’est notamment de tels exemples – dont on pourrait prolonger la liste à volonté – qui ont incité la Protection Suisse des Animaux PSA à lancer l’initiative pour l’institution d’un avocat de la protection des animaux sur laquelle la population suisse votera le 7 mars. Seul un tel avocat indépendant peut correctement défendre les intérêts d’animaux maltraités et délaissés dans la procédure pénale et veiller à ce que les autorités – ayant jusqu’ici brillé par leur inaction - remplissent leur devoir.
La Protection Suisse des Animaux PSA et ses 70 sections affiliées expédient chaque année plusieurs dizaines de milliers d’aide-mémoire et de brochures portant sur une garde animale adaptée. S’y ajoutent des centaines de milliers de téléphones et de courriers électroniques prodiguant des conseils. La PSA entretient six services spécialisés et de conseil (animaux de compagnie, sauvages, de rente, d’expériences, transports d’animaux et abattage, conseil vétérinaire) et mène chaque année plusieurs ateliers, cours et réunions sur la détention appropriée des animaux. Elle partage l’avis du Conseil fédéral selon lequel l’information et la prévention sont des piliers d’une détention adaptée des animaux. Mais l’Etat, au lieu de mener des campagnes de prévention onéreuses n’atteignant de toute façon pas, le plus souvent, les personnes qui en auraient besoin, doit avant tout exécuter adéquatement le droit en vigueur afin que les graves anomalies constatées dans la détention animale prennent fin une bonne fois. Entre dans ce cadre le fait que des personnes infligeant des mauvais traitements aux animaux doivent craindre des peines sévères.
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