
Der Stadtrat des Kanton Wallis hat soeben die Abschussbewilligung zweier Wölfe bekannt gegeben; für jenen im Val d’Illiez und jenen im Val des Dix. Der WWF Schweiz nimmt dazu wie folgt Stellung:
Der WWF Schweiz ist entsetzt. Innerhalb von einer Woche werden drei Wölfe zum Abschuss freigegeben und das bei sieben offiziell nachgewiesenen. „Die Schweiz ist sowieso schon Europameister, wenn es um die Abschussrate von Wölfen geht,“ sagt Kurt Eichenberger vom WWF Schweiz. „Und das bei einem streng geschützten Tier und einem wirksamen Herdenschutz, der sogar im Ausland gerühmt wird!“
Was geht also schief? „Mit den derzeitigen Bestimmungen des Wolfskonzeptes und der heutigen Schafhaltung ist es nicht möglich, dem gesetzlichen Schutz des Wolfes nachzukommen,“ sagt Eichenberger. Werden die Kantone im Herdenschutz nicht aktiv, bevor der Wolf anwesend ist, versagt das ansonsten gute Wolfskonzept, wie diese Woche in Luzern. Im Wallis ist mit Sicherheit ein Wolf Opfer der 1. August-Aktivitäten geworden, da Schafe erschreckt aus der Umzäunung ausbrachen. Dafür muss jetzt der Wolf zahlen.
Der WWF prüft in der kommenden Zeit die Fakten und wird daraufhin über allfällige Rekurse entscheiden. Ebenfalls sucht er das Gespräch mit den betroffenen Bundesstellen, um die Mängel in Konzepten und Schafhaltung zu besprechen.
Wir verweisen ausserdem auf die gestern veröffentlichte Medienmitteilung, die den Kontext genauer erläutert: http://www.wwf.ch/de/newsundservice/news/news/?1202
- Tierschutz ist ein politischer Auftrag
- Eisbär, Tiger & Co: Gewinner und Verlierer 2009
- Das Brüllen der Rinder

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Die Raben und Krähen bilden zusammen die Gattung Corvus in der Familie der Rabenvögel (Corvidae).