Vögel tarnen Nester zur Abwehr von Feinden
Kategorie: Tierwelt

Vögel tarnen Nester zur Abwehr von Feinden

Viele Vögel versuchen, ihre Nester zu tarnen.

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Dem Connyland geht es an den Kragen

Der Nationalrat will, dass in der Schweiz keine Delfine und keine Wale mehr gehalten werden dürfen.

Bei der Beratung des Tierschutzgesetzes hiess er einen entsprechenden Einzelantrag gut. Für das Connyland bedeutet dies das Ende.

Eingereicht hatte den Antrag Isabelle Chevalley (GLP/VD). Die Haltung von Delfinen und Walen mache aus pädagogischer Sicht keinen Sinn und diene nur der Unterhaltung, sagte sie. Die Tiere würden in viel zu kleinen Becken gehalten. Die Musik, der sie ausgesetzt seien, sei für ihr feines Gehör viel zu laut. Artikel 7 des Tierschutzgesetzes sollte zudem wie folgt ergänzt werden: «Die Delphin- und Walhaltung (Cetacea) ist verboten.»

SP und Grüne, aber auch etliche Bürgerliche unterstützten ihren Antrag. Dieser wurde mit 112 gegen 60 Stimmen angenommen, gegen den Willen der Mehrheit der vorberatenden Kommission und des Bundesrates. Sie hatten keine Verbote gewollt und auf die strengen Auflagen für die Haltung von Wildtieren in der Schweiz verwiesen.

Badran rät Connyland mit weiteren Delfinimporten zu warten

SP-Nationalrätin und Biologin Jacqueline Badran jubelt: «Ich bin überglücklich über den Entscheid. Es gibt bis heute keine Forschung, die beweist, dass Delfine in Gefangenschaft glücklich gehalten werden können» sagt sie. Aus ähnlichen Gründen verzichten Zoos in der Schweiz schon lange (freiwillig) auf die Haltung von Eisbären.

Und weiter: «Den Betreibern von Connyland rate ich, mit weiteren Käufen von Tieren zu warten, bis der Ständerat entschieden hat.»

Kommissionssprecher Oskar Freysinger (SVP/VS) verwahrte sich gegen ein «Connyland»-Gesetz, wie er es nannte. Im vergangenen Herbst starben in diesem Freizeitpark in Lipperswil TG zwei Delfine innerhalb einer Woche. In den letzten 3 Jahren deren Acht, was die Legitimität aufheben sollte, dem Connyland weiter zu erlauben, Delfine zu halten. 

Untersuchungen zeigten, dass das Gehirn dieser Tiere durch ein Antibiotikum geschädigt worden war. Gegen zwei Tierärzte wurde eine Untersuchung eröffnet. Seit 2008 gingen im Connyland insgesamt acht Delfine ein. Drei der Meeressäuger werden dort noch gehalten.

Tagesschau vom 13.03.2012

Bundesrat war bisher gegen ein Verbot

Der Bundesrat hatte nach den jüngsten Delfin-Todesfällen im Connyland Verbote abgelehnt, aber angekündigt, die Regeln für die Haltung der Tiere zu überprüfen. Gemäss Bundesrat waren letztmals 1989 und 1992 Grosse Tümmler in die Schweiz eingeführt worden.

Die Haltung von den freiheitsliebenden Delfinen in den Pfützen vom Connyland kann man vergleichen mit einem Menschen, der sein Leben lang in einer Telefonkabine verbringen müsste.

Weiter will der Nationalrat die Kantone verpflichten, den Bund über Tierschutz-Kontrollen zu informieren. Der Bundesrat und eine bürgerliche Kommissionsminderheit hätten eine Kann-Formulierung bevorzugt.

Nicht umstritten ist das geplante Verbot des Handels mit Hunde- und Katzenfellen. Die Räte hatten einer Motion zugestimmt und den Bundesrat damit beauftragt, das Gesetz etwas zu verschärfen. Demnach soll nicht mehr nur die Einfuhr, sondern jeglicher Handel mit Hunde- und Katzenfellen und deren Ausfuhr verboten sein.

Im Gesetz verankern will der Nationalrat ein Verbot von internationalen Tiertransporten durch die Schweiz per Lastwagen. Heute steht das Transitverbot in der Tierschutzverordnung. Dabei hat es der Ständerat bisher stets bewenden lassen wollen.

Ein von SP, Grünen und GLP gefordertes Verbandsbeschwerderecht für Tierschutzorganisationen lehnte der Rat mit 99 zu 68 Stimmen ab. Dem Argument von Chevalley, dass es nicht logisch sei, dass das Verbandsbeschwerderecht Umweltverbänden zustehe, aber Tierschutzorganisationen nicht, schenkte er kein Gehör.

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