Offener Brief an die Spanische Botschaft in der Schweiz
Kalchenweg 24
3000 Bern
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Sehr geehrte Damen und Herren.
Ein "Ferien-Erlebnis", dass ich aus dem Touristen-Land Spanien mitgebracht habe:
Ich machte einen Spaziergang über ein grosses Feld. Von weitem sah ich eine gröhlende, pöbelnde Bande von Männer. Als ich näher kam, sah ich, dass noch Frauen dabei waren. Ich begriff zuerst gar nicht, was da vor sich ging. Dann sah ich, dass ein junger Stier auf dem Boden lag, umringt von dieser Bande. Einer der Männer stach auf ihn ein, immer wieder, dann schnitt er dem Stier, der sich wand vor Schmerzen und nur noch ein leises Brüllen hervorbringen konnte, die Ohren und die Hoden ab - und die Menge gröhlte vor Freude.
Ich war in einem Schockzustand, gelähmt, konnte mich zuerst nicht mehr bewegen: Ich wusste, ich konnte diesem Tier nicht helfen und ich hatte Angst vor dieser Mörder-Bande. Erst nach einigen Minuten war ich fähig, mich langsam fortzubewegen, weg von diesen Verbrechern. Es schien mir endlos, bis ich wieder das Appartment erreichte. Kaum da, sank ich zusammen, blieb lange auf dem Boden liegen, zitternd, weinend, dann musste ich mich übergeben, ich sah aus wie der Tod und war drei Tage lang unfähig, das Ferien-Appartement zu verlassen oder etwas zu essen.
Ich bin aus zuverlässiger spanischer Quelle informiert worden, dass solche Verbrechen auch heute noch in aller Öffentlichkeit stattfinden. Konkret findet folgendes Ereignis am 15. September in Tordesillas statt:
Ein hilfloser Stier wird von mehr als hundert Männern (zu Fuss und zu Pferde) mit Lanzen langsam zu Tode gestochen. Bei lebendigem Leibe werden ihm der Schwanz und die Hoden abgeschnitten, die der Gewinner dieses edlen Turniers dann an seiner Lanze ins Dorf zurück tragen darf. Dort bekommt er eine Urkunde von der Buergermeisterin überreicht.
Warum sind derartige Grausamkeiten (dazu gehören auch Stierkämpfe und Stierhatz) in Spanien heute noch immer erlaubt? Muss das so verstanden werden, dass das spanische Volk mehrheitlich aus unzivilisierten Barbaren besteht, das absolut unfähig ist, sich endlich zu zivilisieren.
Mit freundlichem Gruss
Claudia Zeier Kopp, Vizepräsidentin Verein gegen Tierfabriken Schweiz (VgT.ch)
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Die Raben und Krähen bilden zusammen die Gattung Corvus in der Familie der Rabenvögel (Corvidae).