Tierquäler hetzen einen Wolf zu Tode

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In der Nähe von Boxberg im Kreis Görlitz in der Lausitz wurde am Wochenende ein gut 20 Kilogramm schweren Wolf auf einem Waldweg mit Zäunen links und rechts gejagt und getötet.

Der Wolf ist von einem Autofahrer gehetzt worden, konnte durch die Zäune aber nicht nach links oder rechts ausweichen und wurde nach etwa 100 Metern überfahren. Dies ergeben erste Untersuchungen am Tatort.

Wolfsmord ist eine Straftat, die laut deutschem Tierschutzgesetz bis zu 3 Jahre Haft vorsieht.

Der tote Wolf ist zur pathologischen Untersuchung in Berlin. Dort untersuchen ihn Zoo- und Wildtier-Biologen auf die tatsächliche Todesursache hin. Für die Lausitzer Wolfsexperten liegt aufgrund der Fotos und der örtlichen Gegebenheiten die Vermutung nahe, dass der junge Wolf aus dem Milkeler Rudel absichtlich gejagt und überfahren wurde.

Bestätigen sich die Vermutungen nach der pathologischen Untersuchung, dass es vor dem Tod des Wolfes Gewalteinwirkungen gegeben hat, reichen verschiedene Naturschutzorganisationen eine Anzeige bei der Polizei ein.