Trophäenjäger wollen Massai vertreiben

Jeden Moment könnte ein bedeutender Großwildjagd-Anbieter einen Deal unterschreiben, der bis zu 48.000 Mitglieder von Afrikas bekanntem Massai-Stamm von ihrem Land vertreiben könnte, um für reiche arabische Könige und Prinzen Platz zu schaffen, die Jagd auf Löwen und Leoparden machen wollen.

Experten gehen davon aus, dass die Zustimmung des tansanischen Präsidenten kurz bevor steht, doch wenn wir jetzt handeln, können wir diesen Ausverkauf der Serengeti aufhalten.

Das letzte Mal, als der selbe Großwildjagd-Anbieter die Massai zugunsten reicher Jäger von ihrem Land vertrieb, wurden Mitglieder des Stammes von der Polizei verprügelt, ihre Häuser angezündet, und ihr Vieh verhungerte. Doch die darauf folgende Debatte in den Medien veranlasste Tansanias Präsident Kikwete, das Ruder herumzureißen und die Massai auf ihr Land zurückkehren zu lassen. Diesmal gibt es noch keine kritische Berichterstattung -- aber wir können dies ändern und Kikwete zwingen, den Deal aufzuhalten, wenn wir alle gemeinsam unsere Stimme erheben.

Wenn 150.000 von uns unterzeichnen, werden wir Medienvertretern in Tansania und auf der ganzen Welt mit dem Thema überfluten -- so kann Präsident Kikwete zum Überdenken dieses tödlichen Deals gebracht werden. Unterzeichnen Sie die Petition jetzt und erzählen Sie anderen davon.

Die Massai sind semi-nomadische Hirten, die seit Jahrhunderten in Tansania und Kenia leben und eine wichtige Rolle beim Schutz eines empfindlichen Ökosystems spielen. Doch für die königlichen Familien der Vereinigten Arabischen Emirate sind sie lediglich ein Hinderniss für ihre luxuriösen Jagdeskapaden. Ein Deal, der die Massai von ihrem Land vertreibt um Platz für reiche Jäger zu schaffen, ist nicht nur für die betroffenen Gemeinschaften schlimm, sondern auch für die Tierwelt vor Ort. Präsident Kikwete berät sich zwar mit bevorzugten lokalen Eliten, um ihnen den Deal als gut für die Entwicklung der Gegend schmackhaft zu machen, doch die große Mehrheit der Menschen möchte einfach auf ihrem angestammten Land bleiben, das der Präsident ihnen per Dekret wegnehmen kann.

Präsident Kikwete weiß, dass dieser Deal bei Touristen nicht gut ankommen würde -- und der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für Tansania. Genau deshalb versucht er, das Thema von der Öffentlichkeit fernzuhalten. Ein ähnlicher königlicher Landraub in der selben Gegend, der vom gleichen Anbieter geplant wurde, führte zu weltweiter Empörung und Berichterstattung, die dabei half, den Deal zu begraben. Wir wissen: wenn wir erneut solche Aufmerksamkeit generieren können, kann der Druck Wirkung haben.

Eine von Tausenden unterzeichnete Petition kann die wichtigsten globalen Medienbüros in Ostafrika und Tansania zwingen, diesen kontroversen Deal ins Rampenlicht zu rücken. Unterzeichnen Sie jetzt und rufen Sie Kikwete dazu auf, den Deal zu stoppen: 

Vertreter der Massai haben heute Avaaz eindringlich gebeten, weltweit Alarm zu schlagen und ihr Land zu retten. Immer wieder hat die überwältigende Reaktion unseres Netzwerks schon verloren geglaubte Fälle in nachhaltige Erfolgsgeschichten verwandelt. Schützen wir die Maasai und die Tiere für Touristen, die Fotos schießen wollen, anstatt Trophäen!