Krähen mit Steckdose auf dem Kopf
Kategorie: Tierversuche

Krähen mit Steckdose auf dem Kopf

Am Institut für Neurobiologie der Universität Tübingen müssen nicht nur Affen in der Hirnforschung leiden, sondern auch Krähen.

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Töten – die Achillesferse der Jagd

© Helmuth Ctverak

Viele Menschen, auch manche Jäger selbst, halten das Töten für den angreifbarsten, den schwächsten Punkt der Jagd. 

Über lange Zeit hinweg hat es deshalb auch von Jagdseite her Verbrämungsversuche gegeben; so wurde angedeutet, es werde vornehmlich altes oder krankes Wild erlegt.

Diese Unaufrichtigkeit hatte Unglaubwürdigkeit zur Folge, da jedermann, der sich nur ein wenig mit dem Komplex befasste, sehr schnell hinter den Schwindel kommen muss. Es fehlte auch nicht an merkwürdigen Ritualen, wie der "Totenwacht", die der Erleger einem gestreckten Wild hielt. Hier wird der Widerspruch sofort deutlich: Wenn man um ein gestrecktes Stück Wild "trauert", muss man sich fragen lassen, warum man es denn totgeschossen hat. Auch in der jagdlichen Belletristik, vor allem des österreichischen Jägers und Schriftstellers von Gagern, ist das Töten bei der Jagd mit selbstquälerischen Zweifeln versehen worden; das Gleiche gilt für Ausführungen des spanischen Philosophen Ortega y Gasset in seinen "Meditationen über die Jagd", die sonst gerne zur Stützung und Rechtfertigung jagdlichen Tuns, ja zeitweise als dessen geistiger Überbau angesehen wurden.

"Wer den Wolf ausrottet ..."

Zunächst einmal ist festzuhalten: Das weitaus meiste Wild erfreut sich vor der Erlegung bester Gesundheit. Der menschliche Jäger verhält sich grundsätzlich so, ja muss sich verhalten wie die tierischen Beutegreifer. Er muss jedoch ökologische und tierschutzrechtliche Belange berücksichtigen. Häufig wird junges, unerfahrenes Wild erlegt, das auch in vom Menschen unberührter Naturlandschaft den Beutegreifern zunächst und vor allem zum Opfer fällt. Nur so ist es möglich, einen Bestand einerseits in angemessener Höhe und gleichzeitig in seiner natürlichen Altersstruktur zu erhalten. Vereinfacht gesprochen, haben Wildbestände eine Bestandesstruktur, die den mittelalten, im fortpflanzungsfähigen Alter befindlichen Stücken eine tragende Rolle zuweist, im Gegensatz zu den ganz jungen und ganz alten Stücken. "Wer den Wolf ausrottet, muss sein blutiges Handwerk übernehmen", hat der Journalist Horst Stern im vorigen Jahrhundert formuliert. Daran ist so viel richtig, dass in Wildbestände unter Berücksichtigung der natürlichen Bestandsstruktur eingegriffen werden muss, will man eine unnatürliche Entwicklung vermeiden. Bei den Niederwildarten, wie Hase, Fasan, Rebhuhn oder Stockente, ist die Erlegung weniger planmäßig im Sinne der Verteilung des Abschusses auf bestimmte Altersstufen, sondern mehr Zufallsergebnis, hier steht die Zahl der zu entnehmenden Stücke deutlicher im Vordergrund, die in einem je nach Wildart unterschiedlichen Verhältnis zum Gesamtbesatz dieser Art im Revier steht.  

[Quelle: st-hubertus.at]

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