4500 Euro Geldstrafe für Hundezüchter wegen Tierquälerei

justizia

Weil er Hunde und Katzen viele Monate lang gequält hat, hat das Amtsgericht Siegburg einen Hundezüchter am Dienstag zu einer Geldstrafe von 4500 Euro verurteilt.

Der 40 Jahre alte Angeklagte aus Hennef (Rhein-Sieg-Kreis) hatte die Tiere in Ställen regelrecht verkommen lassen und ihnen länger anhaltende Leiden und Schmerzen zugefügt.

Bei einem ersten Besuch des Veterinäramtes 2010 war der Hundezüchter noch glimpflich davon gekommen. Obwohl die Tiere in zu kleinen und dunklen Ställen lebten, deren Böden aus einer Masse aus Urin, Kot und Sägespänen bestanden und einen unerträglichen Gestank ausströmten, wurde er im Januar 2011 zunächst nur mit 600 Euro Geldbuße belegt. Bei einer Nachkontrolle drei Wochen später war die Situation jedoch unverändert gewesen.

Zehn Hunde und eine Katze wurden beschlagnahmt, ein Zucht- und Haltungsverbot erwirkt.

Im Prozess versprach der Formbauer jetzt, keine Tiere mehr halten zu wollen. Die Tiere kamen zwischenzeitlich im Tierheim Troisdorf unter, sind mittlerweile fast alle vermittelt.