VIER PFOTEN versorgt Wildtiere aus bombardiertem Zoo
Kategorie: Tierschutz Live

VIER PFOTEN versorgt Wildtiere aus bombardiertem Zoo

Ein VIER PFOTEN-Einsatzteam hilft den überlebenden Tieren, darunter drei Löwen, im zerstörten Zoo Al-Bisan im Norden des Gazastreifens mit Futter und dringenden Medikamenten.

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EU-Zoobericht: Von wegen goldener Käfig

Lebenslang weggesperrt - für dieses Urteil muss ein EU-Bürger ein extrem schweres Verbrechen begehen.

Nicht so die unzähligen Tiere, die in den EU-weit mehr als 3 500 Zoos hinter Gittern landen. "Wenn man Tiere wegsperrt, sollte man besser einen verdammt guten Grund dafür haben", machte Will Travers, Geschäftsführer der Stiftung "Born Free", bei der Vorstellung des von seiner Organisation ausgearbeiteten EU-Zooberichts 2011 am 24. April 2012 im Europäischen Parlament deutlich. Und ein guter Grund existiert in nahezu keinem Fall, wie die Erhebung klar ergab.

Nicht nur werden die Tiere unter Bedingungen gehalten, die die natürlichen Lebensverhältnisse und somit das Verhalten zumeist nicht im Entferntesten nachbilden. Auch wird bei der Auswahl von Tieren auf exotische Publikumsmagneten statt auf bedrohte Arten gesetzt. Die angebliche Bildungsmission der Zoos entpuppt sich in den meisten Fällen bei genauerem Hinsehen als bloßes Unterhaltungsgeschäft.

Und wer glaubt, die europäischen Zoos bewegten sich insgesamt zumindest in die richtige Richtung, wird von der Fülle negativer Beispiele im Zoobericht eines Besseren belehrt. Zwar hat die EU schon 1999 eine Richtlinie über Wildtiere in Zoos verabschiedet, doch die ordnungsgemäße Umsetzung bleibt die Ausnahme. Der Bericht zeigt anhand einer Analyse der nationalen Gesetze, dass oftmals noch nicht einmal der vorgeschriebene Rechtsrahmen geschaffen wurde. Und die Praxis sieht noch düsterer aus: Der Bericht hat selbst mehr als 200 Zoos in 20 EU-Staaten untersucht und gravierende Mängel gefunden. Erschreckenderweise oftmals gerade in den Staaten, in denen man es am wenigsten erwartet hätte.

Doch das ist kein Grund zum Aufgeben. Fortschritte sind möglich, wie zum Beispiel der kleine Mitgliedstaat Zypern vorgemacht hat. Nachdem die "Born Free"-Stiftung der Regierung zunächst ein schlechtes Zeugnis ausgestellt hatte, wurden die Veranwortlichen wach. Sie schlossen Zoos, die die Vorschriften in keinem Fall erfüllen könnten, verschärften die nationalen Gesetze und sorgten mit strengen Kontrollen für echte Verbesserungen der Bedingungen. Und das alles in nur einem Jahr!

Der EU-Zoobericht markiert mehr als 10 Jahre nach Inkrafttreten der Zoo-Richtlinie den Startschuss für ernsthaftere Anstrengungen. Er erstellt eine sehr umfangreiche, gut dokumentierte Bilanz und leitet konkrete Vorschläge ab. Die Europäische Kommission war laut Daniel Turner, dem verantwortlichen Mitarbeiter der "Born Free"-Stiftung, sehr offen für die Anregungen und versprach, an einem europäischen Leitfaden für empfohlene Methoden zu arbeiten. Hier müssen die Bürger, die verschiedenen Tierschutzorganisatoren und die Parlamente am Ball bleiben, damit dieses Versprechen eingelöst wird.

Unter dem Strich steht fest: Bei ernsthafter Anwendung von EU-Minimalstandards ist in der EU kein Platz für 3 500 Zoos. Allenfalls könnte man über eine minimale Auswahl von hochwertigen Zoos mit explizitem Arterhaltungs- und Bildungsauftrag nachdenken. Im goldenen Käfig lebt auch unter günstigen Bedingungen kein Tier. Gefängnis bleibt Gefängnis.

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