Auf dem rechten Weg? Europäisches Parlament nimmt Tiertransporte unter die Lupe

Unzählige Tiertransporte quer durch die EU und über deren Grenzen hinaus werden noch immer unter tierverachtenden Bedingungen und über eine unerträgliche Dauer durchgeführt.

Darauf machte zuletzt die von den "Animals' Angels" und zahlreichen Europa-Abgeordneten unterstützte Kampagne "8 hours" aufmerksam. Mehr als eine Million Bürger unterzeichneten die Forderung, die Fahrten auf maximal 8 Stunden zu begrenzen. Und noch bis Ende dieser Woche können Europa-Abgeordnete eine schriftliche Erklärung unterzeichnen, um die Europäische Kommission zum Handeln aufzufordern.

Nun bietet sich im Europäischen Parlament die Chance, die Forderungen der Kampagne aufzugreifen.

Die EU-Volksvertreter haben entschieden, einen so genannten Initiativ-Bericht über den Schutz der Tiere bei Transporten zu verfassen. In den nächsten Wochen wird in den Ausschüssen für Landwirtschaft und Verkehr über Forderungen an die Europäische Kommission verhandelt. Letztere hatte sich zuletzt erneut sehr passiv gezeigt und war auch bei der neuen EU-Tierschutzstrategie  klare Vorschläge für eine Linderung des Tierleids schuldig geblieben.

Die Erwartungen an das Parlament sind klar: Zum einen muss die Umsetzung vorhandener Vorschriften endlich EU-weit streng kontrolliert werden. Zum anderen ist eine Überarbeitung geltender Regeln nicht länger aufzuschieben: 8 Stunden sind die absolute Obergrenze für Tiertransporte. Noch besser wäre es, sie ganz zu vermeiden. Lokale Landwirtschaft oder der Verzicht auf Tierprodukte sind letztlich das beste Mittel gegen die Odyssee der Tiere.

Leider deutet sich bisher an, dass die Interesse der Industrien einmal mehr zu Lasten der Tiere im Mittelpunkt stehen könnten. Fordern Sie deshalb die Mitglieder des Landwirtschafts- und des Verkehrsausschusses auf, sich für das Wohlergehen der Tiere während der Transporte einzusetzen!