In der Nacht sind alle Katzen grau – Füchse aber auch. Dies wurde einem Jäger zum Verhängnis. Ein vermeintlicher Fuchs entpuppte sich als Luchs.
Derzeit ist im Kanton Uri Passjagd. Ziel dieser Jagd ist es, den Bestand von Füchsen, Dachsen und Mardern zu regulieren. «Der Fuchs ist anfällig auf Krankheiten und deren Übertragung, insbesondere bei einer Überpopulation», erklärt Beat Annen, Vorsteher des Amtes für Forst und Jagd. Die Passjagd findet in der Nacht statt. Die Jäger befinden sich an einem gemeldeten, fixen Standort – beispielsweise eine Baumhütte oder ein Stall – und passen den Tieren ab.
Fataler Irrtum
In der Nacht vom 7. auf den 8. Januar glaubte ein Jäger im Gemeindegebiet von Andermatt, einen Fuchs vor sich zu haben und schoss auf das Tier. Als er sich zum toten Tier begab, bemerkte er den fatalen Irrtum: Anstatt eines Fuchses hatte er einen Luchs erlegt, eine streng geschützte Raubkatze. Am nächsten Morgen informierte der Jäger die Wildhut. Der Luchs wurde zur Untersuchung ins Tierpathologische Institut der Uni Bern gebracht. Jagdverwalter Josef Walker gab gegenüber dem «Urner Wochenblatt» zur Auskunft, dass es sich beim Luchs um ein zirka ein Jahr altes, männliches Tier handelt. Gegen den Jäger wurde eine Strafanzeige eingereicht.
In Uri heimisch
Der Luchs hat laut Beat Annen in den vergangenen Jahren in Uri immer mehr Fuss gefasst. Wahrscheinlich leben derzeit, über den ganzen Kanton verteilt, um die zehn Luchse, auch an Orten, an denen er früher nur punktuell auftauchte. Ein Luchs beansprucht zum Leben um die 100 Quadratkilometer. «Somit sind die Reviere im Kanton Uri mehr oder weniger gefüllt», so Beat Annen.

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Die Raben und Krähen bilden zusammen die Gattung Corvus in der Familie der Rabenvögel (Corvidae).